Dienstag, 27. Mai 2008

Schau' mir in die Augen!

Was die Augenbewegung Ihres Gegenübers verrät!

Achten Sie doch mal bei Ihrer nächsten Unterhaltung auf die Augen Ihres Gegenübers. An der Augenbewegung Ihres Gegenübers (oder auch Ihrer eigenen) können Sie erkennen, aus welchem Repräsentationssystem gerade Informationen abgerufen (verarbeitet) werden.

Mit Repräsentationssystem sind unsere fünf Sinneskanäle gemeint.
Sie setzten sich zusammen aus:

Visuell - sehen
Auditiv - hören
Kinästhetisch - fühlen
Olfaktorisch - riechen
Gustatorisch - schmecken

Im NLP (Neuro-Linguistisches-Programmieren) kurz VAKOG.

Machen wir doch gleich mal einen kurzen Test!

Denken Sie jetzt kurz an Ihren letzten Urlaub und achten Sie darauf, wohin sich Ihre Augen als Erstes bewegen.

Visuell erinnert

Bewegten sich die Augen nach oben links?
Dann haben Sie zuerst ein Bild von Ihrem letzten Urlaub gesehen.

Visuell konstruiert
Bewegten sich die Augen nach oben rechts? Sie waren anscheinend noch nie im Urlaub. Sie konstruierten ein Bild.

Auditiv erinnert
Bewegten sich die Augen Mitte links? Dann kamen Ihnen zuerst Geräusche in Verbindung mit Ihrem letzten Urlaub in den Sinn.

Auditiv konstruiert
Bewegten sich die Augen Mitte rechts? Sie denken sich wohl gerade eine Ausrede aus, weil sie wahrscheinlich noch nie im Urlaub waren.

Auditiv digital
Bewegten sich die Augen nach unten links? Sie führten einen inneren Dialog mit sich selber! Selbstgespräche über den letzten Urlaub.

Kinästhetisch
Bewegten sich die Augen nach unten rechts? Ihnen kam als Erstes ein Gefühl in Zusammenhang mit Ihrem letzten Urlaub in den Sinn! Vielleicht die letzte Bergwanderung und wie die Füße dabei schmerzten. Oder wie angenehm warm das Wasser im Pool war.

Liebe Frauen, seid eurem Partner nicht gleich böse, wenn er auf die Frage: "Liebst du mich?", kurz nach Mitte rechts seine Augen verdreht! Er konstruiert bestimmt nur eine wunderschöne Liebeserklärung. Gilt natürlich auch umgedreht!

Natürlich steckt noch ein bisschen mehr dahinter, als nur sein Gegenüber zu entlarven. Man kann somit ganz leicht herausfinden, zu welchen Sinneskanal man bevorzugt Zugang hat. Sind wir eher visuell, auditiv oder kinästhetisch veranlagt? Und das zu wissen, kann sehr hilfreich sein, wenn man beispielweise seinen eigenen Lerntyp oder den seines Kindes kennt. Der Kinästhet lernt leichter, wenn er gleichzeitig das zu Lernende praktisch umsetzen kann. Der auditiv veranlagte Mensch (des Lehrers liebstes Kind) braucht nur zuhören. Der visuell veranlagte, muss sich in Gedanken eine Vorstellung von der ganzen Sache machen können.

Achten Sie doch mal auf Ihre Wortwahl. Sind sie eher visuell, dann verwenden sie gerne Wörter wie: vorstellen, ansehen, durchschauen, erscheinen, darstellen, sehen, erkennen usw. Sind Sie eher auditiv veranlagt: hören, kommentieren, informieren, sprechen, erzählen, fragen, sagen usw. Sind Sie eher kinästhetisch veranlagt: anfassen, festhalten, durchziehen, einfühlsam, entwickeln, bewegen, belasten, fühlen, träge, stabil, vorziehen, vorbeigehen usw.

Die gustatorisch/olfaktorisch veranlagten Menschen sind eher selten. Sie verwenden gerne Ausdrücke wie: appetitlich, aromatisch, duftend, geschmackvoll, köstlich, gefressen, zuckerschlecken usw.